Fashion Video: Progress

Ines Güntner Progress

Produktionsjahr: 2016
Design: Ines Güntner
Director & Editor: José Hidalgo
Sound: Music: Fake Species “All 4 one 4 all”
Model: Andrea Rauscher
Hair & Make Up: Sarah McKenzie

Camera: José Hidalgo
Format: 1920 x 1080
Language: N/A
Spieldauer: 0:46
Synopsis (By Ines Güntner):
Wir Frauen legten nach und nach das Korsett ab, sowohl in der Mode, als auch im gesellschaftlichen Leben.

Seit 1949 steht im Grundgesetz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“

In den 60ern kam die Antibabypille auf den Markt. Das war nicht nur ein Mittel zur Familienplanung, sondern auch ein weiterer Weg zur Emanzipation und sexuellen Selbstbestimmung.

Zeitgleich erfand Mary Quant den Minirock, der nicht nur eine Fashion-Laune war, sondern ein Statement der Frauenbewegungen. Junge Frauen wollten schockieren und sich von gesellschaftlichen Fesseln befreien.

Heute ist der Minirock ein Zeichen der Moderne, der persönlichen Freiheit und eine modische Selbstverständlichkeit.

Doch aktuelle Geschehnisse werfen uns zurück, in Zeiten, als die Frau nur schmückendes Beiwerk war. Es werden den Opfern von sexueller Gewalt vorgeworfen, selbst Schuld zu sein, da sie zu aufreizend gekleidet waren.

Doch das ist nur eine Seite unserer modischen und sexuellen Entwicklung.

Sollten die Frauen hierzulande nicht inzwischen selbstbewusst und emanzipiert genug sein, sodass nicht ständig nackte Haut in jeglicher Form zur Schau gestellt werden muss? Ob in sozialen Netzen oder im Fernsehen, stellt sich Frau immer öfter, in lasziven Posen als begehrenswert und willig dar. Sicherlich sollte Frau tragen dürfen, was sie will, ohne sexueller Gewalt zum Opfer zu fallen. Darum geht es nicht. Man kann aber auch feminin und sexy aussehen, ohne seine anatomische und biologische körperliche Entwicklung halb nackt zur Schau zu stellen….

Und genau das soll diese Kollektion aussagen. Hier und da nur etwas Haut zu zeigen, figurbetonte, aber auch figurumspielende Kleidung zu tragen, kann viel spannender sein, als direkt alles Preis zugeben. Außerdem ermöglicht es dem Gegenüber, sich auf den Inhalt der Konversation zu konzentrieren, ohne sich die ganze Zeit fragen zu müssen, was die Gesprächspartnerin mit ihrem maßlos unbedeckten Körper wohl kommunizieren möchte.

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